Wärmepumpe – die Umweltwärme nutzen
Wie funktioniert eine Wärmepumpe?

Funktionsprinzip der Wärmepumpe
Eine Wärmepumpe funktioniert wie ein Kühlschrank, nur umgekehrt:
Während beim Kühlschrank ein Kompressor den Innenraum kühlt und Wärme an die Außenluft abgibt, kühlt die Wärmepumpe die Außenluft ab.
Mit der dabei entstehenden Abwärme wird das Haus geheizt.
Der Clou: Weil der Außenluft Energie entzogen wird, wird beim Betrieb der Anlage nur ein Kilowatt Strom verbraucht, um mindestens drei Kilowatt Heizwärme zu erzeugen.
Erd- oder Luft-Wasser-Wärmepumpe?
Vor- und Nachteile

Erdwärmekollektoren im Garten.
Für eine Erdwärmepumpe muss man entweder lange Kühlschlangen im Garten unter der Erde verlegen oder eine Bohrung zum Grundwasser vornehmen. Dann wird die Gartenerde oder das Grundwasser durch die Wärmepumpe abgekühlt.
Der Bau solcher Anlagen ist ver- gleichsweise aufwändig. Deshalb bieten die Hersteller gerade für die Nachrüstung älterer Häuser auch Luft-Wasser-Wärmepumpen an, bei denen einfach Außenluft angesaugt und abgekühlt wird.
Das Problem hier: Anders als Grundwasser ist die Außenluft im Winter, wenn viel Heizenergie benötigt wird, sehr viel kälter als im Sommer. Und je kälter das Ausgangsmedium ist, desto mehr Energie muss die Wärmepumpe aufwenden, um die Wärme ins Haus zu pumpen.
Die Leistungs- oder Arbeitszahl
Wie effektiv arbeitet eine Wärmepumpe wirklich?
Wieviel Wärme braucht die Heizung?
Die alles entscheidende Kennzahl einer Wärmepumpe ist die Leistungs- oder Arbeitszahl. Das ist die Zahl, die angibt, wie viel Wärme die Anlage aus einer Kilowattstunde Strom erzeugen kann. Die hängt allerdings nicht nur von der Außentemperatur ab.
Entscheidend ist auch die Temperatur, mit der die Heizung im Haus betrieben wird. Genauer: Maßgeblich ist der Unterschied zwischen Außentemperatur und sogenannter Vorlauftemperatur der Heizanlage. Das ist die Temperatur des im Heizkreislauf zirkulierenden Wassers.
Damit eine großflächige Fußbodenheizung ein Haus warm bekommt, muss die Vorlauftemperatur nur rund 35 Grad betragen. Klassische Heizkörper benötigen aber eine Wassertemperatur von mindestens 50 oder 60 Grad. Um das Heizungswasser auf diese Temperaturen zu bringen, muss eine Wärmepumpe viel mehr arbeiten und verbraucht dementsprechend auch mehr Energie.
Bei kalten Außentemperaturen und hoher Heizwassertemperatur kann eine Luftwärmepumpe pro Kilowattstunde Strom weniger als zwei Kilowattstunden Heizwärme erzeugen. Ihr Betrieb wird dann meist deutlich teurer als eine Gas- oder Ölheizung.
Ärgerlich: In vielen Prospekten werden die Leistungszahlen für Fußbodenheizungen angegeben, obwohl häufig auch Wärmepumpen an Hausbesitzer verkauft werden, die mit einer normalen Heizanlage heizen.
Ist die Wärmepumpe eine Lösung für mich?
Aspekte, die sie berücksichtigen sollten
Wer sich für eine Wärmepumpe interessiert, sollte sich von seinem Installateur eine Heizkostenprognose erstellen lassen und sich diese sehr genau anschauen.
Leistungs- oder Arbeitszahlen über 3,0 sind für Luftwärmepumpen grundsätzlich unrealistisch. Um wenigstens in die Nähe eines solch guten Wertes kommen zu können, sollte die Heizanlage des Hauses mit möglichst geringen Wassertemperaturen auskommen.
Falls keine Fußbodenheizung vorhanden und die benötigte Temperatur daher hoch ist, gibt es spezielle Niedertemperatur-Heizkörper. Die können anstelle der bislang vorhandenen Heizkörper nachgerüstet werden. Dadurch steigen allerdings die Investitionskosten.
Nicht selten wird ein moderner Brennwertkessel – eventuell auch mit Solarunterstützung – oder ein Pelletheizsystem geringere Investitions- und vor allem Betriebskosten erfordern. Aus diesem Grund sollte jeder, der eine neue Heizungsanlage plant, die Kosten verschiedener Technologien von einem Fachbetrieb durchrechnen lassen und sorgfältig vergleichen.
Sprechen Sie mit uns! Gemeinsam finden wir die für Sie optimale Lösung.
